Das Harzer Rotvieh - besser bekannt als Harzer Rotes Höhenvieh

Das Harzer Rote Höhenvieh ist eine, wie der Name schon verrät, einfarbig rote Rinderrasse aus dem Harz. Es ist ein anspruchsvolles, robustes Dreinutzungsrind (d.h. zur Milchproduktion, Fleischproduktion und zur Zugleistung geeignet) der alten Harzer Bergleute und es gehört wohl zu den ältesten und ursprünglichsten Nutztierrassen.

Diese Rinderrasse entstammt den roten Rinderrassen Süd- und Mitteldeutschlands. Seine Wurzeln gehen auf das rote einfarbige germanisch-keltische Rind zurück. Die früheren Kälterinder wurden im 19. Jahrhundert mit Zillertaler, Berner und Tiroler Rinder eingekreuzt und zu einem wertvollen Nutztier für den Harz mit seinem rauen Klima weitergezüchtet.

Für die Harzer Bergleute erbrachte die Rinderhaltung fast die Hälfte der Familieneinnahmen.

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts konnte es in der Konkurrenz der modernen Leistungsrassen nicht mehr bestehen.

In den 50iger Jahren wurde das Harzer Rotvieh zur Erhöhung der Milchproduktion mit Bullen des Roten Dänischen Milchrindes und später insbesondere mit Angler Rindern eingekreuzt. Seit den 80iger Jahren war es dann nur noch eine Variante des Angler Rindes und Anfang der 70er Jahren kurz vor dem Aussterben. 1997 wurde diese spezielle Rinderrasse sogar zur "gefährdeten Nutztierrasse des Jahres" gewählt.

Das Harzer Rotvieh ist bis heute noch vom Aussterben bedroht.

Besondere Merkmale

Das wie hier gehaltene Harzer Rote Höhenvieh gibt eine Fleischqualität welche für den bisherigen Rindfleischmarkt weitgehend unbekannt ist. Ohne Einkreuzung mit importierten Rindern und insbesondere ohne Kraft- und Mastfutter, diversen Antibiotika oder zusätzlich gespritzten Hormonen ergibt diese Rinderrasse ein gesundheitlich einwandfreies Spitzenerzeugnis.

Das Fleisch ist feinfaserig, fest im Biss, es schwindet nicht beim Anbraten und hat ein volles, an Wild gemahnendes Aroma.

Diese Rinderrasse wurde in den letzten paar Jahren, durch seine hervorragenden Eigenschaften, in guten gastronomischen aber auch vermehrt privaten Küchen sowie in der Pflege der Kulturlandschaft neu entdeckt.

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